Sommer, Sonne und …

Urlaub! Der Sommer naht und damit Freizeit und Freiheit, Erholung und Loslassen! Dem gegenüber steht eine Welt, die genau das Gegenteil von all dem zu sein scheint und in welcher der Ausnahmezustand zum Normalzustand wird - Krisenmodus in Dauerschleife. So gut wie alle Branchen klagen deshalb über deutliche Einbußen und zunehmende Probleme, was die wirtschaftliche Umsetzung anbelangt. Doch eine Branche sticht deutlich aus dem allgemeinen Tenor heraus: der Tourismus. Er schreibt Zahlen, die stetig nach oben gehen, sichert Arbeitsplätze und verströmt ein mehr als positives Image. Er ist es, der trotz Belastungen, Reiseunsicherheiten und diverser anderer Probleme als verlässlicher, wirtschaftlicher Partner seinen Beitrag zum BIP leistet. Immerhin mit 13,6 % gemeinsam mit der Freizeitwirtschaft, das entspricht einer Wertschöpfung von über 65 Mrd. € (Quelle: Statistik Austria). Das soll ihm erst einmal einer nachmachen. Er bezieht viele weitere Branchen mit ein und gemeinsam mit der Gastronomie ist er ein wirtschaftlicher Bringer.

Nun lässt sich darüber spekulieren, woran das wohl liegen mag? Natürlich liegt es daran, dass Menschen immer reisen und Urlaub machen wollen, egal, wie schlecht die Zeiten sind, oder eben gerade dann. Es liegt aber auch ganz stark an den vielen engagierten Mitarbeitern, die mit Herz und Hirn bei der Arbeit sind. Sie lieben ihren Beruf und sehen ihn oft als Berufung – eine ideale Voraussetzung für erfolgreiches Handeln. Im Tourismus tätig zu sein, bedeutet zumeist, mit Herzblut dabei zu sein, und das merkt man auch!

Die Gäste kommen nach wie vor in Scharen, alleine Wien hatte im April 1,7 Mio. Nächtigungen. Nicht zu vergessen die Ferienhotellerie, die hauptsächlich von Familienbetrieben geführt werden. Gäste kommen genau wegen der Menschen und der persönlichen Betreuung, die sie erfahren. Genau diese familiengeführten Betriebe, sowohl in der Hotellerie, als auch in der Gastronomie, sind die Basis des Gastgeberlandes Österreich und sorgen für den stabilen Erfolg im Tourismus. Umso wichtiger ist es, ihnen das Leben so leicht wie möglich zu machen, was Bürokratie und Administration anbelangt. Wobei manchmal das Gefühl entsteht, dass gerade eher das Gegenteil passiert.

Im Tourismus entscheiden mehr als anderswo die Menschen über Erfolg und Misserfolg und dass sie es richtig machen, zeigen die Zahlen. Deshalb das Fazit: während viele Branchen wehklagen, sagt der Tourismus: „Jetzt erst recht!“ Und recht hat er! Genau deshalb haben wir uns in dieser Ausgabe auch auf genau diese Thematik fokussiert.

Viel Spaß beim Lesen wünschen Kurt & Michael Heinz